Gemeinde Ellenberg
Freiwillige  Feuerwehr  Ellenberg   
       
             
           
   
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    3. Die Anfänge des Ellenberger Feuerlöschwesens      
             
    Anfang des 19. Jahrhunderts waren in Ellenberg nur wenige Hilfsmittel zur Brandbekämpfung vorhanden, wie Feuereimer,    
    die jeder Bürger besitzen musste und die im Falle eines Brandes in einer Eimerkette, in die jeder einzureihen hatte, von
   
    Hand zu Hand von einer Wasserstelle zum Brandplatz flogen. Daneben gab es Feuerleitern zur Flüchtung und um    
    hochgelegene Brandherde zu erreichen und Feuerhaken zum Niederriss brennender Trümmer oder auch gefährdeter    
    Nachbargebäude. Bei einer Feuerschau im Jahre 1837 wurde aber in der Gemeinde ein beträchtlicher Mangel an    
    Feuereimern wahrgenommen, weshalb alle Einwohner ernstlich ermahnt wurden, auf eigene Kosten einen solchen    
    anzuschaffen; die übrigen noch fehlenden sollten aus der Steuerkasse bezahlt werden.    
             
    Im folgenden Jahr weist dann die Gemeinde 70 Gulden Anschaffungskosten für Ortsstöcke, Wegzeiger und    
    Feuerlöschgerätschaften aus. In den 1840er Jahren setzte das Bemühen ein, durch Neuanschaffung und modernere    
    Geräte die Brandbekämpfung effektiver zu gestalten. In den Protokollen des Ellenberger Gemeinderats, die um diese    
    Zeit einsetzen, wird aber auch immer wieder deutlich, wie diesen Bemühungen die begrenzten finanziellen und    
    materiellen Möglichkeiten entgegenstanden. Manche Anordnungen des königlichen Oberamts Ellwangen waren aus    
    Geldmangel für eine arme Gemeinde wie Ellenberg einfach nicht in die Tat umzusetzen. So kam die Gemeinde in große    
    finanzielle Bedrängnis, als 1842 vom königlichen Oberamt die Anschaffung einer großen Feuerspritze befohlen wurde.    
    Am 19. August 1842 haben Gemeinderat und Bürgerausschuß unter Vorsitz von Bürgermeister Weiß darüber beraten,    
    "es haben sich aber in Hinblick auf die Verhältnisse des Schultheißen-Amts so dürftige Gründe gezeigt, daß eine wirkliche
   
    Anschafung einer solchen großen Feuersprize unmöglich erscheint, wann die meisten Einwohner nicht ganz verschuldet    
    werden sollen. Bekanntlich hat die Schulgemeinde Ellenberg ein neues Schulhaus auf Schulden erbaut, welches über    
    3000 f kostet und nur in mehreren Jahres Zahlungen abgetragen werden kann. In Breitenbach wird eine Schulstelle    
    erichtet und gleichfals ein neues Schulhaus auf Schulden erbaut, welche Schulgemeinde 2/3 des Schultheißen-Amts    
    Bezirk in sich hat, dieselbe sind kaum im Stande, nebst den übrigen Abgaben die Schulkosten für diese Stelle    
    aufzubringen und läßt sich wirklich nicht bestimmen, in welchem Zeitraum es ihnen möglich ist, die Baukosten    
    abzutragen, und wann es gleich eine große Wohlthat ist, eine eigene Schule zu haben, müßten sie es doch bereuen,    
    diese Stelle errichtet zu haben. Auch die Ortsgemeinde Ellenberg mußte in den zwei lezten Jahren eine Straßen Kandl
   
    machen lassen, welches einen Kosten von 600 f macht, wodurch die Gemeindekasse ganz erschöpft wurde. Auch hat    
    die Pfarrgemeinde eine so unvermögende Stiftung, daß von derselben die ordenliche Ausgabe nicht bestriten werden    
    kann und die Pfarrgemeinde alle Jahre ihr bedeutendes Defizit deken muß, und über dies für die Kirche Gloken, Uhr und
   
    den dürftigen Gründen und den heuer großen erlitten Mißwuchs an Früchten und Futter, welch unglikliches Schiksal auf    
    mehre Jahre den Landmann in großen Schaden versezt, um Dispensation von der gesezlichen Vorschrift unterthänigst    
    zu bitten und die Gemeinde von Anschafung einer Feuersprize zu verschonen, bis die Vermögens Verhältnisse dieser    
    Gemeinde es möglich machen."    
             
    Schon 3 Jahre vorher hatte man bei der Neuerbauung des Ortsgefängnisses in Erwägung gezogen, darin einen eigenen    
    Raum für die Unterbringung einer Feuerspritze zu bauen, mit deren Anschaffung man in den nächsten Jahren rechnete.    
    Doch die Mehrkosten von 150 Gulden verhinderten auch dieses Vorhaben.    
             
       
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